Saar: Die Tendenz setzt sich fort

Immer weniger vertrauen den bürgerlichen Parteien

Auch wennn das Saarland ein kleineres Bundesland ist, so sind doch die Wahlergebnisse dort sehr aufschlussreich. Der Niedergang der bürgerlichen Parteien (Union, SPD, FDP, Grüne) setzte sich fort bei den Wahlen am Sonntag.

Um das zu sehen, muss man allerdings die wirklichen Wahlergebnisse sehen: Die bürgerlichen Medien bestehen nämlich darauf, uns die wichtigste der Parteien vorzuenthalten, die der Nichtwähler, die in diesem Fall wieder einmal mit 38,5% bei weitem die grösste war.

Man ignoriert nun einfach diese Mehrheitspartei. Nur haben die meisten der Nichtwähler klare und starke Gründe für ihre Entscheidung. Sie haben den Schwindel durchschaut und lassen sich nicht mehr zur Wahlurne befehlen, damit man sich später daruf berufen kann, es sei ja demokratisch gewählt worden. Nein es wird nicht demokratisch gewählt. Es wird durch ein geschicktes Auswahlsystem ausschliesslich jemand zur Wahl gestellt, der nichts wesentlich fasch machen wird im Sinne der 1% Herrscher über 99% Untertanen. Nein, meine Herrschaften, wirr sind nicht tot, die wir nicht gewählt haben, auch wenn Ihr so tut!

Hier also die wirklichen Wahlergebnisse:

 CDU: Weniger als 22% der Wahlberechtigten. Die Union ist bereits seit vielen Wahlen unter 25% der Wahlberechtigten.

SPD: 19,2% der Wahlberechtigten. Die Sozialdemoktraten sind dauerhaft im Ghetto unter 20%.

FDP: 0,75%; Spricht für sich

Linke: 10,2 % der Wahlberechtigten – und das ist noch das beste Flächenland im Westen. Muss man sich da nicht fragen, was man falsch macht?

Grüne: 3,1% der Wahlberechtigten. Das wird wohl vor allem eine Antwort auf den Betrug am Wähler in Baden-Württemberg sein. Viele schauen nach Stuttgart.

Piraten: 4,7% der Wahlberechtigten. Stolzes Ergebnis für ein Flächenland. Aber wird man hier auch so untätig bleiben wie die Berliner?

So, dass musste mal gesagt werden.

Verwandte Artikel

· Gelesen: 10240 · Heute: 9 · Letztmalig: 25. März 2017

10 Gedanken zu “Saar: Die Tendenz setzt sich fort

  1. Es sind praktisch nur noch gesponsorte Rentner, die mit ihren dicken E-Bikes zu den Wahlen fahren und reaktionäre Parteien wählen, weil sie im Gegensatz zu uns jungen Leuten vom herrschenden System schamlos profitieren:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,820843,00.html

    Aber damit ist bald Schulz. Der Kapitalismus frisst seine Kinder. In 14 Jahren sind wir weltweit bei Null:
    http://www.cnbc.com/id/46851445

    Da ist der kommende Zinsanstieg noch gar nicht eingerechnet und in Afghanistan gehen die Hubschrauber aus:
    http://www.independent.co.uk/news/world/asia/british-troops-shot-dead-at-afghanistan-base-7585627.html

    Game over!

  2. einerseits ist es zwar schön, daß immer mehr menschen diesen “wahlzirkus” nicht mehr mitmachen, andererseits sind es aber noch zu viele um diese schmierenkommödie auch öffentlich als solche zu outen.
    obwohl es letztendlich auch dann keinerlei auswirkungen auf “unsere” politiker haben dürfte, wenn die wahlbeteiligung unter 2% läge.

  3. Der Nichtwähler wählt nicht, es ist ja viel bequemer nur zu meckern ! Jeder Bürger hat das Recht sich in die Politik einzubringen !
    Unsere Demokratie ist noch relativ jung, aber nicht selbstverständlich ! Wir sollten dieses Gut des Wahlrechts hegen und pflegen ! Bürger ab 80 Lebensjahren ( lebende Geschichtsbücher ) können das bestätigen !

    • Hallo Uwe,
      da kann ich Ihnen leider nicht beipflichten, der ich mich auch schon fast als lebendes Geschichtsbuch ansehe.
      Nein, die Bürger können sich eben nicht in die Politik einbringen. Das Parteiensystem, das auch den Eingang neuer Parteien fast unmöglich macht und die Berieseleung durch die Medien machen den Bürger zum Spielball.
      Nur on der Strasse aus können wir unsere Anliegen vorbringen.

  4. Es ist ja schön und gut festzustellen, wie groß jeweils die Nichtwählerpartei ist und sich darüber zu beklagen, dass hier kein Einfluss ausgeübt werden kann. Aber was kann man dagegen tun?
    Man könnte z. B. die Zahl der Abgeordneten um die Anzahl der Abgeordneten, die eigentlich zur Nichtwählerpartei gehören, vermindern.
    Das könnte z. B. ein Programmpunkt einer neuen Partei sein, die dann Nichtwähler beruhigt wählen könnten.
    Ich schlage hier die „ddp“ vor, die für Wähler interessant ist, die von den etablierten Parteien schon lange nichts mehr halten.

    • Parteien wie die Piraten und die ddp, die sich bereits von Anfang an auf den Antikommunismus festgelegt haben, sind bürgerliche Parteien wie die etablierten und daher keine Alternative.
      Für mich kann es nur das Räte-System sein: Jeder Repräsentant kann JEDERZEI abgewählt werden und muss sich ständig vor denen verantworten, die ihn gewählt haben.
      Im Moment dagegen, dürfen wir alle vier Jahre unsere Stimme einer der bürgerlichen Parteien geben und dürfen dann vier Jahre zugucken.

  5. Es ist schon richtig, dass die Nichtwähler nicht genannt werden. Denn durch ihr Nichtwählen haben sie

    1. gezeigt, dass ihnen alles gleichgültig ist, was mit ihnen geschieht und

    2. prozentual gesehen den etablierten Blockparteien kräftig aufs Pferd geholfen.

    Nichtwählen ist bloße Faulheit, in der Liste der aufgestellten Parteien nach Alternativen zu suchen oder gar selbst aktiv zu werden. Warum dem noch eine Stimme gegeben werden sollte, ist mir nicht klar.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

kostenloser Counter