Wie nach den beiden Weltkriegen
In Deutschland greift die Armut um sich. Nicht dass bereits die ganzen 99% arm wären, aber die Tendenz geht da hin. Es gibt kein Land in Europa, das in den letzten Jahren mehr an Arbeitsarmut und an Armut der Arbeitslosen zugenommen hat als Deutschland. Und das ist, bevor die Krise noch in Deutschland ankommt, die alle anderen in Europa bereits erfasst hat. Wenn erst einmal die ersten Billionen in der deutschen Kasse fehlen, weil man ja „den Euro“ retten muss, in Wirklichkeit die Banken, werden da noch ganz andere Sachen auf die verarmte Bevölkerung zu kommen. Und wie man dann behandelt wird, weiss man auch schon: Seht euch nur an, wie sie die Griechen behandeln.
Nicht die heute lebenden Deutschen (ausser den ganz Alten), aber Deutschland kennt Armut sehr gut. Nach beiden verlorenen Weltkriegen war die Armut so gross, dass Leute verhungerten oder nur deshalb nicht, weil es barmherzige Seelen gab, die Suppe ausschenkten. Ganz so weit ist es heute noch nicht, aber – wie gesagt – die Krise kommt ja auch erst.
Was mit Arbeitsarmut gemeint ist, erklärt die Hans-Böckler-Stiftung der Gewerkschaften so: Wer arbeitet, aber trotzdem nicht mehr als 60% des „mittleren bedarfsgewichteten Nettoeinkommens“ hat, ist in Arbeitsarmut.
Die Statistik, entnommen aus „Eurostat“, gibt den Überblick über die Entwicklung von 2004 bis 2009, also von vor „Hartz IV“ bis zum ersten Höhepunkt der Krise. Im europäischen Durchschnitt ist in diesem Zeitraum die Arbeitsarmut (Zahl der Arbeitsarmen) nur um 0,2% gestiegen, in Deutschland hingegen um 2,2 Prozent).
Im gleichen Zeitraum stieg in Deutschland die Armut der Arbeitslosen dank „Hartz IV“ um 29%, im EU-Durchschnitt dagegen nur um 5% – und das war 2009, schon mitten in der Krise.
Dies hat zu folgender Situation geführt (Zitat aus der Studie der Hans-Böckler-Stiftung) :
“2009 hatten 70 Prozent der Arbeitslosen in Deutschland nur ein Einkommen unterhalb der Armutsgrenze – 25 Prozentpunkte mehr als im Durchschnitt der 27 EU-Staaten.”
Dazu kann man in diesem Artikel auch noch eine Graphik bewundern, die zeigt, wie Deutschland in Europa vorne liegt, wenn es ums Abrutschen in die Armut geht.
Was Rot-Grün unter Schröder und Fischer (diese beiden Namen im Gedächtnis behalten!), auch mit heftigster Unterstützung von Union und FDP, da mit der Agenda 2010 auf dem Gewissen haben, ist schwerwiegend. Im Effekt läuft es aufs Gleiche hinaus, wozu vorher jeweils ein verlorener Weltkrieg nötig war.
Nur: Das war ja nur der Anfang. Was die jetzige Politik („rein zufällig“ sind es wieder diese vier Parteien) jetzt im Moment für Anschläge auf unseren Geldbeutel ausführen, ist noch weit schwerwiegender. Und dabei geht um keinen Euro, es geht darum, den Superreichen, die hinter den Banken und Komnzernen stehen, unser Geld zuzuschieben.
Also langsam müssen wir uns darauf einstellen, wir müssen auf der Strasse dagegen protestieren. Mein Vorschlag fürs erste: Sich den Montagsdemos anschliessen, die es noch in vielen Städten gibt, die aber dringend Zulauf brauchen.
Wie sie das finden? Einfach auf die Seite www.bundesweite-montagsdemo.com gehen, dort unter „Montagsdemoberichte“ auf „Kontakte zu Montagsdemos“ klicken und mit der nächstgelegenen Kontakt aufnehmen.
Revolution
Aufstehen, verändern, es ist genug,
Unterdrückte, Hungernde beraubt,
Herrschende im Selbstbetrug,
an Masse, an Glanz, Gewalt glaubt.
Munition verkauft von Demokraten,
stehend um ihr Recht, in Bahrain,
Ihr, Menschen in Syrien verratend,
Dein Wohlstand, sterben sie allein.
Friedrich Engels hat es begriffen,
es ist über hundert Jahre her,
das Tuch in Blut zerschlissen,
steht das Volk auf, kein Halt mehr.
In Tunesien ein Toter zu viel,
die Angst knöchernd überwunden,
unsere Waffen töten am Nil,
im Nah-Ost auf ewig verschwunden.
Foltern, erniedrigen, unterdrücken,
es sind Menschen, Eure Brüder,
unter den Stehenden mehr Lücken,
schwappt es langsam zu uns rüber.
Aus dem Fernsehen tropft deren Blut,
Brandstifter sitzen im Bundestag,
Parteien, Wachstum im Selbstbetrug,
zimmern diese an ihrem Sarg.
Ein Volk biegt sich bis es bricht,
ein Gewehr schießt am Abzug,
der Folterer verliert sein Gesicht,
Werte verlierend in Lug und Trug.
Wenn Du heute nicht begreifst,
liegen morgen Deine auf den Straßen,
die Macht, auf Macht versteift,
Elend, die nächste Kugel wartend.
Frank Poschau
17.06.12
Offener Brief an den „jetzigen“ Bundespräsidenten.
Dieses Schreiben lag Herrn Gauck zu Stellungnahme vor, keine Reaktion, auch nach mehrmaliger Anfrage.
Herr Bundespräsident Gauck treibt mich zum Radikalismus
Sehr geehrter Herr Gauck,
Sie lassen sich rühmen, was Sie unter dem Schutz der Kirche in der DDR für die Demokratie und die Menschen getan haben. Sie haben Reden geschwungen, dass die Gemeinschaft, die Gesellschaft, jeder Einzelne Ihre Aufmerksamkeit erfährt. Sie haben einen Eid geleistet, alles für die Gemeinschaft im Sinn unserer Verfassung zu tun, um den Einzelnen zu schützen.
Ich habe Sie mehrmals angeschrieben, in Ihrem Sekretariat (030/20001000)
angerufen, um einen Termin gebeten, Ihrer Sekretärin und Referentin aus meinem Erlebten geschildert, um den weiteren Verfall unserer Gemeinschaft aufzuhalten, keine Reaktion von Ihnen.
Sie lassen sich lieber feiern, von denen die den Verfall unserer Republik mit zu verantworten haben. Sie haben ja Ihre Referatsleiter, die Ihnen scheinbar nervige, besorgte Bürger aus Ihrem „Freizeitbedürfnis“ fern halten sollen. Die Antwort die ich bekommen habe lässt keinen anderen Schluss zu und beweist, wie überflüssig das von Ihnen bekleidete Amt ist.
„Sehr gehrter Herr Poschau,
Ich komme zurück auf unser Telefonat vom 15. Mai 2012. Zwischenzeitlich habe ich den Herrn Bundespräsidenten über Ihre kritischen Ansichten zu gesellschaftlichen Entwicklungen und insbesondere zu unserem Rechtssystem informiert.Auch wenn der Herr Bundespräsident keine Regierungsverantwortung trägt und sich im wesentlichen auf das gesprochenen Wort beschränken muß, ist er doch dankbar für Anregungen und Impulse von außen.
Er hat mich gebeten, Ihnen seine guten Wünsche zu übermitteln. Dies will ich hiermit gerne tun.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag“
Wenn das alles ist, was von Ihrem Eid übrig blieb, auf meine
gesellschaftspolitischen Anklagen, dieses Ihre zukünftige Arbeitsweise ist, sehe ich Sie nicht als Wächter um unser Wohl, sondern als Befürworter unserer Anklagen und Mittäter zum Zerfall unserer Gesellschaftsordnung.
Ich habe mein politisches Leben immer für die Demokratie versucht einzusetzen, in der DDR wie auch in der BRD, auch wenn ich feststellen musste, das die theoretische Demokratie sich mit der politischen Demokratie nicht immer vereinbaren lässt. Sie waren für mich, aber auch für viele andere Bürger, der letzte Strohhalm, den stetigen politischen Verfall aufzuhalten. Da ich diese Abwimmeltaktik in der BRD von vielen Politikern über Jahre kennengelernt habe, sowie Lügen und Betrug, Sie sich scheinbar dem auch nicht erwehren können, trage ich mich mit dem Gedanken, mich zu radikalisieren. Sie und die Politiker, mit der Unfähigkeit Gefahren von der Bevölkerung fern zu halten oder zu erkennen, haben es geschafft, einen Bürger in den Radikalismus zu treiben. Oft stellt man sich die Frage, warum sich Bürger radikalen Gruppen anschließen? Ich kann Ihnen mit reinem Herzen sagen, weil die Staatsgewalt wie in jeder Diktatur über die Bedürfnisse und den Schutz der Staatsgemeinschaft hinweggeht. Es ist eine Art von Ohnmacht Ihrer Gewalt gegenüber, mit dem Recht, sich für die Gemeinschaft einzusetzen. Sie sollten sich mal überlegen, im alten Rom, die Zaren in Russland haben das Volk vorgelassen und angehört, auch wenn die Erfolge dürftig waren, Ihr hört uns nicht mal zu. Sie sind mit Ihrem Verhalten der Duldung genauso Schuld an den Niedergang unserer Gesellschaft wie die Täter, so wie man heute noch die Bevölkerung der BRD zur Sühne aus dem Dritten Reich verurteilt, weil wir angeblich die Morde geduldet haben. Die geschehenen Morde sind zu verurteilen und nicht zu bestreiten. Es darf aber nicht ein Bann auf nächste Generationen gelegt werden, die weder eingreifen konnten, noch Täter waren. So wie die heutigen Politiker das Volk in die Enge treiben, ist das deutsche Volk nach dem 1. Weltkrieg zur Ausschlachtung freigegeben worden.
Sie reisen nach Israel und sagen, „ das deutsche Volk steht an Ihrer Seite“.
Warum sagen Sie sowas, warum sollen wir anderer Seite stehen, wo es woanders vielmehr Unrecht gibt? 60% der Bevölkerung kann und will sich nicht mehr zum Mörder abstempeln lassen. Sie reden des Redens wegen, Sie haben sich schnell in das Gesabber der Sabbernden eingelebt. Inzwischen geht es mit unserer Republik weiter bergab, Sie sind ein Scharlatan.
Es gibt in NMS eine Kindertafel und Sie eröffnen im Ausland eine Mädchenschule, die wollen sich nicht vertragen, die wollen sich bemitleiden lassen und abkassieren. Unsere Kinder, unsere alten Menschen, unsere Gemeinschaft braucht Hilfe.
Deutschland bricht Europa das Herz.
Ich fordere Sie auf das Amt niederzulegen!
„Das Volk ist immer der kleinste Nenner in einem Krieg, wenn die Politiker mit der Staatsgewalt „ihrem“ Volk die Pistole auf die Brust setzten.“
Mit freundlichem Gruß
Frank Poschau
Gottfried Feder, der von seinen eigenen Parteigenossen nach 1933 auf Eis gelegt wurde, hat wunderbar beschrieben was und wie getan werden koennte und muesste. Heute noch so aktuell wie damals. Demos helfen m.E. nicht, Geld von den Bankstern abheben schon eher, nach dem Motto, da zuschlagen wo es denen weh tut !
http://archive.org/details/Feder-Gottfried-Kampf-gegen-die-Hochfinanz
Die Vorstellung, man könne die Hochfinanz ärgern, indem man sein Geld von der Bank abhebt, ist naiv. Die paar schmalen Konten, die unsereiner plündern könnte, erreichen nicht einmal 1% von dem, was die Hochfinanz in einer Stunde umsetzt.
Natürlich lösen Demonstrationen das problem auch nicht, aber sie sind ein Anfang. Wenn nämlich die Demonstrationen in einen Aufstand umschlagen, dann beginnt es wirklich vorwärts zu gehen.
FREITAG 8.6.2012 BERLIN VOR DEM REICHSTAGSGEBÄUDE DEMO GEGEN ESM!!!!
http://www.radio-utopie.de/2012/05/21/ja-zum-grundgesetz-heist-nein-zum-esm-demonstration-am-8-juni-in-berlin-platz-der-republik/
Ich werde hingehen und hoffe es tun VIELE !!!
LG JOCHEN