Die Financial Times entlarvt sich
Premiere: In der Financial Times Deutschland vom 15.6.2012 wird doch tatsächlich ein hoch tönender Hetzartikel gegen die griechische Linke in Deutsch und in Griechisch veröffentlicht. Das ist ein bisher beispielloser Versuch, die Wahlen in einem anderen Land zu beeinflussen. Damit wird der wahre Charakter dieses Blattes der Hochfinanz nun schlaglichtartig deutlich.
Hören Sie nur, wie da gehetzt wird:
„Widerstehen Sie der Demagogie von Alexis Tsipras und seiner Syriza. Trauen Sie nicht deren Versprechungen (…)
… wird Ihr Land mit einer Koalition unter Antonis Samaras besser fahren als unter Tsipras, der das Rad zurückdrehen will und eine Welt vorgaukelt, die es so nicht gibt.“
Antonis Samaras ist der Vorsitzende der konservativen Partei, welche die Hauptschuld für Griechenlands missliche Lage hat.
Der Vorwurf der Demagogie fällt da auf die Urheber zurück.
Damit prescht nun ein Verlag bereits vor in die Zeiten, in denen das Direktorium der EU alle wesentlichen Entscheidungen in allen Ländern Europas treffen soll und den heimischen Parlamenten nur noch die Rolle des Abnick-Kaspars bleibt.
Wir sollten alle der Financial Times Deutschland dankbar sein, dass sie den Schleier hat fallen lassen.
Unter Demokraten war es bis zu diesem Jahr ein ungeschriebenes Gesetz, dass sich die Medien und die Politiker nicht direkt in Wahlen eines anderen Landes einmischen. Das hat bereits Frau Merkel trotzdem getan, indem sie sogar bei Wahlveranstaltungen Sarkosys auftrat. Nun dies von der Financial Times. Die Reaktionen von Griechen in den Kommentaren sind eindeutig: Alle weisen die Einmischung zurück und die meisten versprechen, Syriza zu wählen.
Offenbar gehen wir goldenen Zeiten entgegen, wenn wir nicht bald reagieren.
“Damit wird der wahre Charakter dieses Blattes der Hochfinanz nun schlaglichtartig deutlich. ”
Jetzt wird er deutlich der Charakter dieses Blattes? Und wo waren Sie in den vergangenen 20 Jahren, wenn Sie das heute festgestellt haben?
Da haben Sie recht. In dem Satz fehlt ein “erneut” statt des “nun”.
Die schaffen es, dass man als Deutscher bald nirgendwo mehr hinkann:
“Die Sympathie für die Deutschen ist auf dem Tiefpunkt”
http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-06/griechenland-krise-interview
Hier vom Vierten Reich zu sprechen ist nicht allzu abwegig. Nur dass dieses Vierte Reich ein Reich der Eliten ist, und diese uns alle in die Scheiße reitet.