Warum ist die deutsche Wirtschaft noch stärker als die anderer Euro-Länder?
Die Medien versuchen uns einzureden, in Deutschland sei doch alles so viel besser als in den anderen Euro-Ländern und das sei alles der „Agenda 2010“ von Schröder zu verdanken. Nun, man hat den Euro-Ländern im Süden mit Gewalt riesige „Sparprogramme“ aufgebürdet, angeblich um „den Euro zu retten“, wobei ausschliesslich beim „kleinen Mann“ gespart wurde. Das hat in Griechenland , in Portugal, in Spanien und in Italien zu stark steigender Armut und Arbeitslosigkeit geführt. Wieso der Euro leichter zu retten wäre, wenn möglichst viele arm und/oder arbeitslos sind, hat uns allerdings noch niemand erklärt. Wenn diese Massnahmen in dieser extremen Weise in Deutschland noch nicht durchgeführt wurden, so ist es logisch, dass auch die Folgen noch nicht eingetreten sind. Und das soll also nun der Agenda 2010 zuzuschreiben sein?? Haben die’s noch alle?
Eine ausführliche Untersuchung über die Auswirkungen oder nicht der „Agenda 2010“ wurde in einer Analyse aus der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung vorgestellt und in diesem Artikel referriert.
Dabei machen die Autoren den Fehler, die offiziellen Arbeitslosenzahlen für bare Münze zu nehmen und kommen daher zu dem Schluss, in Deutschland gehe es wirklich recht gut, Deutschland weise höhere Wachstumsraten, ein dynamisches Exportwachstum und eine relativ stabile Staatsverschuldung auf und werde daher von den „Märkten“ (sprich den Superreichen) auch besser beurteilt als die anderen Euro-Länder.
Trotzdem setzen sie aber entschiedene Fragezeichen in der Frage, was eigentlich die „Agenda 2010“ gebracht habe. „Zwar sei die Zahl der Erwerbstätigen seit der Reform im Jahr 2003 um 831.000 gestiegen, (…)“ aber „In den acht Jahren, die der Agenda 2010 vorausgingen, habe der Anstieg … 1.754.000 betragen. Bei der Aktivierung von Langzeitarbeitslosen gab es bislang kaum Fortschritte und durch die Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe sank bekanntlich weder die Zahl der Leistungsempfänger noch die Höhe der Gesamtausgaben in signifikanter Weise.“
„Der Versuch, die Wirtschaftsentwicklung in den Zeiträumen vor (1995-2003) und nach (2003-2011) der Reform in eine direkte Beziehung zu setzen, führt zu aufschlussreichen Ergebnissen. Demnach hat sich die Agenda 2010 nur in 5 von 15 Bereichen wirtschafts- und sozialpolitisch positiv ausgewirkt, beim nominalen Wachstum, durch sinkende Arbeitslosigkeit [???], mehr Flexibilität, einen deutlichen Exportüberschuss (Leistungsbilanz in % des BIP) und ein geringeres Haushaltsdefizit.
Bei den Indikatoren “Investitionsquote”, “Produktivität”, “Reallohnwachstum”, “Lohnstückkosten”, “Lohnquote”, “Verteilung”, “Beschäftigung”, “Arbeitsstunden”, “nominales Exportwachstum” und “Staatsverschuldung” schnitten die Jahre vor der Reform besser ab.“
Mit anderen Worten: Obwohl die Autoren der Studie den offiziellen Arbeitslosenzahlen aufgesessen sind, ist die Gesamtbilanz der deutschen Wirtschaft vor und nach der „Agenda 2010“ keineswegs generell positiv. Die negativen Faktoren überwiegen vielmehr. Dazu kommt:
„Der Leistungsbilanzsaldo betrug ab 2005 zwischen vier Prozent und acht Prozent des BIP. Das deutsche Wachstum verdankte sich somit zum großen Teil der Nachfrage des Auslandes.
Dass sich noch einmal Länder finden, die sich verschulden oder Reserven investieren wollen, um ihrerseits den Part des internationalen Großkonsumenten zu übernehmen, ist wenig wahrscheinlich. (…)
Darüber hinaus dürften die sozialpolitischen Folgen der Agenda 2010 auch außerhalb Deutschlands bekannt sein. Wobei zu bedenken ist, dass die massive Schieflage bei der Einkommensverteilung, der boomende Billiglohnsektor oder der schrittweise Rückzug eines Staates, der gerade in der Sozialpolitik nur noch als Randakteur in Erscheinung tritt, auch unmittelbare wirtschaftliche Folgen haben, in dem sie Kaufkraft und Binnennachfrage schwächen.“
Und diese negative Einschätzung kommt aus „SPD-nahen Kreisen“. Das Friedrich-Ebert-Institut ist das Institut der Gewerkschaften, die bekanntlich fast völlig in SPD-Händen sind.
Man stelle sich vor, wie dann eine Einschätzung aus Nicht-„SPD-nahen Kreisen“ ausfallen würde. Die Geschichte des „Erfolgs“ der „Agenda 2010“ ist also ein Märchen – und zwar von der Grösse von Rotkäppchen und dem bösen Wolf.
ja nun, die friedrich ebert stiftung sitzt natürlich den getürkten zahlen der diversen volksverdummer auf.
Ich denke man muss trennen zwischen dem einzlenen, dem es schlechter geht und den wenige grossen (Unternehmen und Reiche). Die grossen haben wesentlich abgesahnt und heben den schnitt an, die kleinen sind das grosse opfer. Mit dem euro wurde das noch vertärkt, die spüdschiene ist dabei das opfer, für den export aus dem euroraum. die geschichte von josef in ägypten in der biebel wird gerade um gesetzt, um alle zu versklaven. wir werden im westen werden die etzten sein, nach dem rest der welt, aber wir kommen auch noch an die reihe. die frage ist, wer hast die menschen so’
Na, wie schreibt man Bibel?