Schwarzes Loch

32 Billionen Dollar

Die Superreichen dieser Welt verstecken nach einer Studie Werte in der Grössenordnung zwischen 32 000 000 000 000 und 21 000 000 000 000 Dollar oder anders ausgedrückt 32 bis 21 Billionen Dollar in den bekannten Steueroasen wie den Seychellen-Inseln, Bermuda oder den britischen Kanalinseln. Die Organisation Tax Justice Network hat einmal zusammengezählt, was den Staaten an Steuern verlorengeht mit diesen Geldverstecken. Es sind in der Grössenordnung von 280 Milliarden Dollar pro Jahr. Das würde die Staatshaushalte z.B. der Euro-Zone mit Leichtigkeit sanieren. Diese Summen zeigen: Die Diskussion über eine „Reichensteuerr“, die inzwischen sogar von SPD und Grünen angefeuert wird, geht vollständig an der Realität vorbei. Man bräuchte nicht ein einziges Steuergesetz ändern, sondern nur die Schlupflöcher zuzumachen, durch die jene Superreichen ihre Vermögen jedes Jahr „aufbessern“.

 

In Wirklichkeit dient all diese Diskussion ausschliesslich dem Ablenken von den horrenden Summen, die da zur Seite gebracht werden. Natürlich hat die Politik nicht das geringste Interesse, diesen Geldern nachzujagen, denn es sind die Herren dieser kapitalistischen Welt, die Herrschaften, welche den Politikern die Anweisungen geben, die Superreichen hinter den Grossbanken und Grosskonzernen, kurz: Die Monopolkapitalisten, welche diese horrenden Summen jedes Jahr noch höher in Sicherheit bringen.

 Wer weiteres hierzu lesen will, hier ist ein Artikel dazu.

Auch die immer wieder aufkommenden Diskussionen um „Steuer-CDs“, auf denen die Tricks kleiner Steuerhinterzieher zu finden seien, sind nichts als Ablenkungsmanöver. Bei den Schweizer Konten handelt es sich um „kleine Fische“, Leute, die bestenfalls Gelder in der Grössenordnung von ein paar zig Millionen Euro dem Fiskus entziehen wollen.

Die wirklichen grossen Superreichen haben jährlich Einkommen im Bereich der Milliarden, zig Milliarden oder Hunderte von Milliarden Euro (oder Dollar). Das alles entziehen sie vollständig dem Fiskus, denn der ist natürlich nur für die „kleinen Leute“ zuständig, nicht für die Superreichen.

Wie lassen die also ihr Geld „verschwinden“? Wenn Gelder zum Beispiel in Deutschland angefallen sind, ist das nicht so einfach. Der Schlüssel zu wirklichen Steuerhinterziehungen liegt in den Grenzübergängen von Deutschland in die Schweiz und nach Luxemburg. Die Grenzer dort haben ausdrücklich die Anweisung, „verdächtige Fahrzeuge“ nicht zu kontrollieren. So kann man horrende Summen von Euros aus Deutschland verschwinden lassen und bei luxemburgischen und Liechtensteiner Banken unterbringen. Diese Banken haben dann Mittel und Wege, diese Geldsummen auf Konten auf den britischen Kanalinseln zu übertragen.

Der Trick mit der Schweiz ist nicht der von Schweizer Banken. Die sind vielmehr für „kleine Fische“ zuständig. Der Trick liegt dort, wo es keine bewachten Grenzübergangsstellen von der Schweiz nach Liechtenstein gibt. Man fährt mit den „Geldtransporten“ direkt von der deutsch-schweizer Grenze nach Liechtenstein und gibt es dort bestimmten Banken, die unter keinerlei Kontrolle stehen.

Von den britischen Kanalinseln kann man dann diese Summen entweder direkt dort hinterlegen oder von dort auf andere „Off-Shore“-Geldinstitute übertragen, ohne dass irgendjemand Zugang zu solchen Geldüberweisungen hat.

Der Begriff „Off-Shore“ weist dabei daraufhin, dass alle diese ‚Steuerparadiese’ auf Inseln gelegen sind.

Wenn Ihnen also das nächste Mal wieder jemand mit „Reichensteuern“ kommt, lachen Sie ihm frech ins Gesicht!

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· Gelesen: 1820 · Heute: 6 · Letztmalig: 25. Mai 2013

3 Gedanken zu “Schwarzes Loch

  1. “Die Grenzer dort haben ausdrücklich die Anweisung, „verdächtige Fahrzeuge“ nicht zu kontrollieren.”
    Frage: Woher wissen Sie das ?

  2. Irgendwie vergessen Sie, daß diese “Steuerschlupflöcher” Eigentümer haben. Da wären z.B die Kanalinseln, welche Kronjuwelen der Königin Englands sind oder die niederländischen Antillen, welche der niederländischen Krone gehören. Und wo, glauben Sie, hat die Hochfinanz die größten Verschiebepunkte? Warum ist wohl der Berater der brit. Königin ein Rothschild?

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