Keine schnelle Evakuierung möglich

 Stuttgart 21: Brandschutzkonzept mangelhaft

 „Unfassbar, absolut unverantwortlich, verbrecherisch”: Das sagt der international anerkannte Brandschutzesperte Hans–Joachim Keim über eine bahninterne Sicherheitsstudie zum weiterhin heftig umstrittenen Bahnhofsprojekt Stuttgart 21. Keim war der deutsche Gutachter nach der Tunnelkatastrophe in Kaprun. Damals, am 11. November 2000, kamen in der Kitzsteinhorner Gletscherbahn 155 Menschen ums Leben. Jetzt urteilt der Sachverständige über das bestehende Brandschutzkonzept am geplanten Stuttgarter Tiefbahnhof: “Ich kann nur den Kopf schütteln. Das ist schlimmer als Kaprun.”

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Gangstermethoden bei der CDU

 Mappus liess Daten vernichten

Einen kleinen Einblick in die Methoden einer Regierungspartei über viele Jahrzehnte bekommt man, wenn man sich die Methoden des damaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Mappus ansieht. Offenbar bereits im Bewusstsein, er würde die Wahl im Frühjahr 2011 verlieren, leitete er einen Deal ein, den er selbst als „genial“ bezeichnete, der aber in Wirklichkeit die Steuerzahler viel Geld kostete, ohne einen Vorteil zu haben: Er kaufte ein Mehrheitspaket von Aktien des baden-württembergischen Energie-Riesen EnBW, der erst einige Zeit vorher privatisiert worden war, zu einem überhöhten Preis zurück – auf  Staatskosten selbstverständlich. Wo die „überhöhten“ Millionen geblieben sind, weiss niemand. Was dabei im Einzelnen alles nicht mit rechten Dingen zuging, prüft im Moment die Staatsanwaltschaft. „Untreue“ ist die Anklage, das ist, wenn man Geld „verschwinden“ lässt, für das man verantwortlich ist. Nun stellte sich heraus: Die Festplatte im Computer des damaligen Ministerpräsidenten liess er ausbauen und kunstgerecht vernichten, als er abgewählt war. Die wichtigsten Daten zu dem EnBW-Deal sind wahrscheinlich verloren.

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